SAP S/4HANA - Überblick, Erfahrungen & Transformation

SAP S/4HANA - Überblick, Erfahrungen & Transformation

SAP S/4HANA - Überblick und Erfahrungen 

SAP S/4HANA. Das Thema ist aktueller denn je. Und es gibt viele Begrifflichkeiten rund um das Thema S/4HANA. Kurz zum Kontext.

Es ist so, dass die SAP Business Suite, gern auch SAP ERP System genannt, den Support 2027 bzw. 2030 bezahlter erweiterter Support abgekündigt ist und die Kunden im SAP Kontext somit auf SAP S/4HANA wechseln müssen. SAP S/4HANA wird in drei unterschiedlichen Varianten angeboten.

Überblick SAP S/4HANA Betriebsmodelle & Erfahrungen aus der Praxis

Ein Mann hält eine Eiswaffel mit einer Wolke oben darauf, als Symbol für die verschiedenen Cloud-Versionen von SAP S/4HANA

S/4HANA onPremises

Ich habe sie chronologisch so geordnet, dass die, die für unsere Kunden am relevantesten sind, ganz vorne stehen. 90 bis 95 % unserer Kunden, die wir im Portfolio haben, führen ein SAP S/4HANA onPremises ein.

Was bedeutet on premise Variante?

Es ist ein eigener dedizierter Server oder eine eigene dedizierte Maschine für den Kunden, auf dem sein System oder auch Instanz genannt, letztendlich drauf läuft.

Virtualisiert oder im Rechenzentrum sei erst mal dahingestellt, aber es ist onPremise, also hardwaregebunden.

S/4HANA Private Cloud

Dann gibt es noch einen kleinen Prozentsatz, der die sogenannte Private Cloud von S/4HANA im Einsatz hat. Laut letztem DSAG-Technologietagen 2024 in Hamburg, waren es nur 1–3% der anwesenden Kunden.

Was bedeutet S/4HANA Private Cloud?

Das bedeutet, dass die Maschine nicht im eigenen Haus steht oder extern gehostet ist über ihren Dienstleister, wie zum Beispiel eine ODEIV, sondern dass SAP das Hosting von der Maschine übernimmt.

In diesem Fall ist SAP der externe Dienstleister und er hat letztlich das S/4HANA als Private Cloud für den Kunden im Betrieb.

SAP betreibt das Rechenzentrum und hat dieses Rechenzentrum im Zugriff.

S/4HANA Public Cloud

Und dann kommen wir zum letzten Teil und der letzte Teil ist die S/4HANA Public Cloud Edition. Die nutzt kaum ein Kunde von uns in der Praxis. Hier waren es auch nur ca. 1–2 % der Kunden, laut den DSAG Technologietagen 2024.

Der Grundgedanke dahinter ist, dass die Services in die Cloud umgezogen sind und der Kunde die Cloud Services von SAP nutzen kann. Sehr wenig Gestaltungsspielraum an der Stelle, wenn es um eigene Anpassungen geht. Ebenso ist das Bezahlmodell der SAP hier an ein Abo-Modell angelehnt.

Das mal so grob als Begrifflichkeiten und als Einstieg.

Vielleicht fragst du dich auch: Wofür kann ich das S/4HANA nutzen? Darauf möchte ich gern im Folgenden etwas genauer eingehen bzw. hier auch einmal einen Auszug meiner Gespräche mit Kunden wieder geben.

Das Bild zeigt einen Serverschrank mit den aktiven Festplatten, als Sinnbild, für die Lösung S/4HANA onpremises

Gründe für Kunden, SAP S/4HANA onPremises einzuführen

Warum entscheidet sich ein Kunde für die on-premises-Variante?

Der Hintergrund ist der, dass natürlich in der aktuellen ERP Lösung im SAP R3, was über viele Jahre im Einsatz ist, bei den Kunden viele Investitionskosten getätigt wurden, um das System an die eigenen Bedürfnisse und an die eigene Produktion anzupassen.

So sind viele meiner Kunden in der Lage, nahezu in Echtzeit mit der ERP Suite zu produzieren. Das SAP R3-System wird sporadisch auch als Echtzeit ERP Suite bezeichnet.

Das hat dafür gesorgt, dass ein extrem effizientes und schnelles Produzieren möglich ist und dass man eine Alleinstellung am Markt sicherstellen konnte.

Durch die Transformation von SAP ERP Software zu SAP S/4HANA sind natürlich die Prozesse beim Kunden so hoch spezialisiert und optimiert, dass er seine Produktion bestmöglich auch abbilden will und dafür sorgen möchte, dass es genauso reibungslos abläuft wie vorher.

Außerdem soll die Alleinstellung, nämlich die Optimierung der Prozesse, weiterhin greifen, was das Business-Geheimnis des jeweiligen Kunden ist.

Diese Anpassungen bedürfen allerdings Änderungen der Standard-Software von SAP, damals im ERP, jetzt im S/4HANA und da ist das S/4HANA onPremises eine weitaus bessere Möglichkeit als die Cloud-Variante.

In der onPremises-Welt von S/4HANA ist der Kunde in der Lage, sämtliche Änderungen am Standard durchzuführen und den Prozess auf seine Bedürfnisse anzupassen oder um zu strukturieren.

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Einschränkungen SAP S/4HANA Cloud Edition

Änderungen am Standard durchzuführen, geht beispielsweise bei der SAP S/4HANA Cloud-Edition nicht, da die SAP hier vorgibt, wie der Prozess idealerweise zu laufen hat und der Kunde den SAP-Prozess nutzen kann.

Das macht für manche Kunden vielleicht sogar Sinn, einen bestehenden Prozess zu nehmen, den sie nicht neu erfinden müssen, wenn sie jetzt gerade ganz neu mit dem Thema anfangen.

Viele SAP-Kunden haben aber schon lange SAP mit dem Enterprise Resource Planning (kurz SAP ERP System) im Einsatz und kennen ihre Prozesse besser als die SAP und ebendarum nutzen sie nicht den SAP-Standard-Prozess, sondern ihren eigenen, insbesondere auch optimierten und auf ihren Bedarf zugeschnittenen Prozess.

Das ist der Grund, warum viele Unternehmen die Public Cloud-Edition von SAP nicht nutzen und auch nicht für sinnvoll halten, da hier die Anpassungsmöglichkeiten einfach zu gering sind und der Standardprozess von SAP einen gleichen Einheitsbrei für das Unternehmen abliefern würde, welcher nicht zu seinem Bedarf und seinem Anspruch passt.

Wann macht die SAP S/4HANA Private Cloud Lösung Sinn?

Die Private Cloud-Edition von SAP S/4HANA ist dann für Kunden interessant, wenn sie sagen, ich habe ohnehin ein externes Hosting, wie z.B. bei der OEDIV und ich möchte das externe Hosting jetzt auch über die SAP mitmachen.

Die SAP hilft den Unternehmen damit bzw. hat eine neue Marketing-Strategie ins Leben gerufen, mit zwei Programmen, um den Unternehmen dabei zu helfen, die Produkte zu kaufen und einzuführen.

SAP unterscheidet hier im Kern zwischen 2 Programmen: Rise und Grow, wo die SAP mit hohen Rabatten versucht, den Kunden davon zu überzeugen, dass sie doch die Cloud-Version der SAP S/4HANA Welt ausprobieren sollen.

In meinem letzten Gespräch mit einem SAP IT-Leiter teilte mir dieser mit, dass die SAP S/4HANA onPremisess-Lösung nicht rabattiert ist, aber die S/4HANA Private-Edition und die SAP S/4HANA Public Cloud-Edition massiv subventioniert sind, um den Kunden dazu zu bewegen, auf diese Lösung umzusteigen.

Praxiserfahrung

Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass alle Unternehmen mit SAP S/4HANA, die wir bisher betreut haben und auch aktuell betreuen, den Mehrwert der SAP S/4HANA Private Cloud und insbesondere der Public Cloud-Version nicht gesehen haben und es auch aus dem Grund für sie überhaupt keinen Sinn macht, auf diese Version umzusteigen.

Best Practices: Wo bewegen sich die Unternehmen denn aktuell hin?

Das heißt, technisch sehen sie keinen Mehrwert, prozessual sehen sie einen Rückschritt. Im Umkehrschluss ist es ein weiteres Gelddruckmaschinengerät von der SAP, die aber kein Kundenmehrwert liefert. Angesichts dessen wechseln die Kunden auf diese Lösung an der Stelle nicht.

Die massiven Rabatte Richtung SAP S/4HANA Public Cloud und SAP S/4HANA Private Cloud, die jetzt gerade immer wieder in Diskussion sind, werden deswegen als kritisch angesehen, weil sie inzwischen auch ein anderes Ziel verfolgen.

Auf dem DSAG-Jahreskongress 2023 hat der Vorstandsvorsitzende Herr Klein auf dem Podium mitgeteilt, dass es technologisch Verschlechterungen für Kunden gibt, die in der onPremises-Welt unterwegs sind.

Eine Frau hält eine Tasche, welche das Angebot von SAP für ihre Cloud Lösungen symbolisieren soll.

Das SAP Angebot: Erste Cloud-Only-Lösungen!

Egal ob jetzt SAP ERP Business Suite oder S/4HANA – on-premise ist das, was am meisten verbreitet ist bei unseren Kunden. Und zwar gibt es zwei Unterschiede, die technologisch onPremises-Kunden nicht zur Verfügung stehen werden.

Das ist einmal das Thema KI und das Thema Green Ledger, sprich CO2-Fußabdruck von der Produktion bis zur Auslieferung, dass man weiß, wie groß der CO2-Ausstoß in den Lieferketten war.

Zwei aus meiner Sicht sehr spannende und stark wachsende Themen, wo die SAP jetzt aber klar gesagt hat, das sind Cloud-Only-Produkte. Der Kunde kann sie nur in Anspruch nehmen, wenn die Cloud von SAP genutzt wird.

Strategiewechsel SAP

Das ist ein Strategiewechsel bei der SAP, der sehr kritisch von vielen Unternehmen gesehen wird. Einfach mit dem Hintergrund, dass die SAP keinen Mehrwert in ihrer Cloud Lösung im direkten Vergleich zur ERP Lösung bieten kann.

Und jetzt aber, weil sie keinen Mehrwert liefern können, fangen sie an, das Ganze technologisch einzuschränken. Also sie verknappen die Funktion oder machen die onPremises-Versionen von SAP und R3 künstlich schlechter, um den Unternehmen Anreize zu geben, in die Cloud zu wechseln.

Soweit der Gedanke und soweit auch die Theorie und wirtschaftlich kann man das mit Sicherheit alles nachvollziehen.

Okay SAP, dann eben nicht

Nun ist es jedoch so, dass der Kunde sich auch seine Gedanken macht und natürlich sagt, naja gut, wenn die SAP das ganze Thema KI mir nicht in der on premise-Welt anbieten will, dann hole ich es mir halt von einem anderen Anbieter.

Aus dem Grund gehen viele Unternehmen auch aktuell einfach los und sagen, ich habe sowieso ein Office 365 Abo, da kriege ich auch künstliche Intelligenz von Microsoft in Form des Co-Piloten. Unsere Kunden nutzen dann einfach die Abo-Modelle von Microsoft und haben darüber letztendlich ihre AI umgesetzt innerhalb des Unternehmens.

Würth IT und MS CoPilot

Sehr prominentes Beispiel dafür, auch neulich in den Nachrichten zu lesen, ist die Würth-IT. Die Würth-IT hat für die gesamte Gruppe den Co-Pilot als Lizenz erworben und stellt es allen Mitarbeitern zur Verfügung, damit zu arbeiten. Kurze Infos dazu findest du in diesem Video:

Natürlich hätten sie auch die AI von SAP dafür nutzen können, weil die Würth sehr viel SAP im Einsatz hat und auch groß mit SAP unterwegs ist, allerdings haben sie sich jetzt für den Microsoft-Weg entschieden.

Unsere Erfahrung
Dieses Vorgehen wird in Zukunft mehr werden, weil die SAP versucht zu verknappen, aber die Kunden sind ja nicht auf den Kopf gefallen, sondern überlegen sich sehr gut, wie sie künftige Investitionen planen.

Die Strategie der SAP geht an der Stelle nicht auf, weil sie dafür sorgt, dass sich Kunden natürlich überlegen, eventuell zu wechseln oder Bestandteile von SAP herauszulösen und extern zu nutzen.

Das prominenteste Beispiel dafür sind für mich alle Themen rund um das S4HCM bzw. H4S4.

Durch unklare Strategie von SAP, was S/4HANA, HCM und die Themen Reisekosten, Entgelt, Entgeltnachweise, Zeitnachweise angeht, haben sich natürlich Kunden am Markt aufgrund dieser Unsicherheit umgeguckt.

Inzwischen haben viele Non-SAP-Lösungen eingeführt oder nutzen komplett cloudbasierte HR-Systeme mit dem Hintergrund, dass die SAP dort nicht geliefert hat und das, was sie bisher geliefert hat, war einfach nicht stimmig und rund, also untypisch für SAP.

Ich glaube, das wird hier auch für das Thema Green Ledger und auch für das Thema AI passieren.

Bei AI sehe ich es gerade, dass die Kunden sich einfach anders entscheiden und für mich ist es eine Frage von Zeit bis andere Anbieter, genau das Thema Green Ledger einfach mit den richtigen Informationen zusammensammeln.

Das heißt, die SAP kann sich nicht darauf ausruhen. Summa summarum ist S4 der nächste große Meilenstein für alle SAP-Kunden. Man ist in einer gewissen Weise gezwungen, da umzusteigen und wird es auch tun. Es fängt bei vielen Kunden in folgender Reihenfolge an.

Überblick Implementierungsstrategien und Migration

Auf dem Bild ist eine Frau, mit einem Bild von einer Glühbirne in der Hand. Das soll unsere Implementierungsstrategien für S/4HANA Projekt darstellen.

Ich habe eine SAP R3, eine Business-Suite im Einsatz. Wie komme ich jetzt zum SAP S/4HANA?

Klassischerweise läuft das Projekt folgendermaßen ab. Und zwar hat man ein Readiness-Check, das ist eine technische Prüfung, inwiefern man den Wechsel auf S/4HANA machen kann. Das wird von der SAP zur Verfügung gestellt, das läuft das System durch und das liefert verschiedene Ampeln und Hinweise.

Ablauf & Zeitaufwand

Da werden unter anderem solche Dinge überprüft, wie viele Modifikationen, Erweiterungen, Enhancements habe ich im System und wie gut können die genau genommen zurückgebaut werden oder kann ich jetzt letztendlich umsteigen.

Dann, wenn ich diesen Readiness-Check durchgeführt habe, gibt es meistens einen Termin zusammen mit der SAP Basis. Dort überprüft man einmal die Datenbanken, sofern sie nicht schon HANA DB sind, sprich Oracle Datenbank im Einsatz oder MySQL DB oder Max DB2, also eine andere Datenbank Technik als die HANA DB, überlegt man diese in einer technischen Migration umzuziehen auf eine HANA DB, also HANA Datenbank.

Anschließend gibt es nach dem Readiness-Check einen Termin bezüglich der Datenbank. Dieser Termin ist meist mit der SAP Basis. Hier wird geprüft, welche Änderungen hinsichtlich der Datenbanktechnologie notwendig sind.

Viele Kunde haben aus der Vergangenheit eine Oracle Datenbank oder auch eine Max DB. Hier ist dann der Folgeschritt, dass die Datenbanktechnologie auf HANA DB umgezogen wird.

Das ist mit erheblichen Investitionskosten verbunden, weil natürlich die HANA DB eine In-Memory-Datenbank ist, sprich sie benötigt extrem viel Arbeitsspeicher, der nicht günstig ist und natürlich braucht man auch entsprechende Systeme, die so skaliert sind, dass man das Ganze umziehen kann.

Wenn diese Voraussetzung allerdings geschaffen ist und das Geld dafür in die Hand genommen wird über Hosting oder Server, die im Haus stehen, dann kann so ein Wechsel der Oracle, sprich externer DB auf eine HANA DB durchaus innerhalb von einem Wochenende mit einer guten Planung durchgeführt werden.

Drei bis vier Tage braucht man ungefähr, um das Ganze einmal technisch umzuziehen.

So, das ist Schritt eins. Wenn die Voraussetzungen geschaffen sind und das System eine HANA DB zur Verfügung hat, fängt dann im Grunde der Hauptteil der Arbeit an, nämlich strategische Ausrichtung, Migrationsfahrt, welche Richtung möchte ich machen.

In diesen Transformationsprojekten, die wir auch schon in der Vielzahl erfolgreich abgeschlossen oder in der Vergangenheit gemacht haben, gibt es letztlich drei mögliche Varianten, wie man von ERP auf S/4HANA gehen kann.

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Unterschied Greenfield & Brownfield & Bluefield

Hier sieht man eine Grüne Wiese mit Tau an dem Grashalmen. Die Grüne Wiese ist das Symbol für den Greenfield-Ansatz bei der Hana Transformation

Brownfield im Detail

Die häufig genutzte Variante ist Brownfield. Warum nennt man das ganze Brownfield?

Es geht darum, möglichst viel aus dem alten System zu übernehmen und man kopiert nicht nur die Daten mit rüber, sondern versucht auch die Prozesse möglichst nahtlos eins zu eins mit ins S/4HANA zu übernehmen.

Diese Variante bedingt allerdings einiger Vorbereitung und auch Abhängigkeiten. Es muss zum Beispiel eine S/4HANA-Simplification-List durchgegangen werden, welche Transaktionen sich verändern, welche Module vielleicht auch nicht zur Verfügung stehen und wie man künftig prinzipiell damit arbeiten will.

Best practices Brownfield: Darauf solltest du achten

Brownfield Projekte sind sehr kosten- und zeitintensiv, weil natürlich auch alt gewachsene Dinge mitgenommen werden und die Chance verpasst wird diese zu vereinheitlichen oder zu modernisieren.

Das bedeutet, man kann sicher gehen, dass die Sachen wie vorher funktionieren, aber man kopiert sich natürlich auch ein Großteil der Inhalte und des Quellcodes mit rüber, die vielleicht schon veraltet sind oder auch einfach nicht mehr benötigt werden an der Stelle.

Projektrisiko: Die Idee SAPscript und Smart Forms weiter zu nutzen

Wichtig ist; es gibt eine große Einschränkung beim Brownfield Ansatz. Speziell im Dokumentenwesen ist es so, dass die Idee, die alten SAPscript und Smartforms Formulare, die du noch vielleicht im Einsatz hast, jetzt mit herüberzukopieren, ein erhebliches Problem mit sich bringt.

Durch die eingesetzte Technik im SAPscript und Smartforms mit den Includes und den jeweiligen Programmen und Quellcode, der dahinter liegt, ist es nicht abschätzbar, was alles kopiert werden muss, um SAPscript und Smartforms Formulare wieder läufig im S4/HANA auszugeben.

Praxiserfahrung
Unsere Erfahrung aus dem letzten Projekt zeigt, dass die Idee, sechs Etiketten mit herüberzuziehen als Brownspot Transport, darin gemündet hat, dass knapp 4500 Transportobjekte in diesem Transportauftrag drinnen lagen und das Risiko für die S/4HANA in der Projektleitung zu groß war, dass es entsprechend nicht funktioniert.

Also unserer Erfahrung nach ist die Idee im Brownspot-Verfahren, SAPscript und Smartforms Formulare wieder unter SAP S/4HANA ans Laufen zu bekommen, ein erhebliches Projektrisiko und muss dediziert betrachtet werden. Es braucht auch da sehr viel Recherche im Vorfeld, ob das möglich ist und wenn ja, was es für einen Einfluss auf die jeweiligen Module hat.

Die komplette Konditionsfindung und das Zusammensammeln der Daten läuft unter S/4HANA nahe etwas anders. Die berühmte Tabelle KOMVK ist an der Stelle nicht gefüllt im S/4HANA, weil sie auf ein anderes Datenmodell zurückgreift unter S/4HANA und man diese Dinge letztlich auch mit betrachten und geradebiegen muss, um es ans Laufen zu bekommen.

Bluefield

Dann gehen wir weiter zum Thema Bluefield, das ist ein nicht ganz so weitverbreiteter Ansatz.

Die Kernidee ist, die Daten zunächst zu migrieren und sicherzustellen, dass die Inhalte der Daten sauber und zugänglich sind. Dabei liegt der Fokus darauf, die Prozesse zu überarbeiten und neu zu denken, um mit den Daten effektiv arbeiten zu können und gleichzeitig den Altbestand zugreifbar zu halten.

Ziel ist es, die Chance zu nutzen, die Prozesse zu optimieren, zu vereinheitlichen und zu verschlanken. Diese Prozessneugestaltung, auch als Bluefield-Ansatz bekannt, haben wir bereits erfolgreich bei verschiedenen Unternehmen umgesetzt. Dieser Ansatz kombiniert das Beste aus beiden Welten: Man erneuert die Prozesse und hat dennoch die alten Daten im Zugriff.

Jedoch stellen wir immer wieder fest, dass für viele Unternehmen der Greenfield-Ansatz vorteilhafter ist, hierzu gleich mehr ...

5 Vorteile des Bluefield Ansatzes

  1. Es wird kein Datenmüll übernommen
  2. Altanwendungen werden nicht blind kopiert
  3. Systeme und Programme werden direkt in der HANA Datenbank optimiert
  4. Schneller Zugriff
  5. Schnelle Verarbeitung großer Datenmengen

Greenfield

Bei dieser Methode wird ein komplett neues SAP-System aufgebaut, ohne zunächst Alt-Daten zu migrieren. Das neue System ist leer und muss vollständig konfiguriert und eingerichtet werden, sodass die Prozesse optimal ablaufen.

Dies wird in einer Blueprint-Phase des Projekts sichergestellt, in der die Prozesse dokumentiert und geplant werden, wie sie im neuen System abgebildet werden sollen.

Praxiserfahrung
Bei unseren Kunden sehen wir immer wieder, dass beide Ansätze – Bluefield und Greenfield – einzigartige Vorteile bieten, die aber abhängig von den spezifischen Bedürfnissen des Unternehmens sind.

Der Greenfield Ansatz hat den riesigen Vorteil, dass wir sauber aufsetzen und technologisch sauber starten.

Greenfield bedeutet nicht, dass nicht auch alte Dinge mit rüber genommen werden können. Das sind dann sogenannte Brownspots, die mit hereingezogen werden. Das kann Sinn machen, das mit zu übernehmen.

Was mache ich mit dem SAP ERP System?

Die spannendste Frage ist, was passiert mit dem Altsystem? Speziell in den Varianten Greenfield und auch Bluefield bleibt das Altsystem entsprechend vorhanden und läuft weiter.

Solange die Daten zugreifbar sind – in der Regel zehn Jahre – so lange wie auch der Wirtschaftsprüfer noch mal auf Daten zugreifen muss, muss man sich Daten im System im Belegefluss ansehen können.

Zwischenfazit

In der Praxis gibt es häufig Mischformen der drei Modelle. Es kommt darauf an, wie lange ihr welche Themen durchhalten könnt, beispielsweise einen Prozess neu zu denken.

Häufig wird einer der drei Wege gewählt und dann werden die Daten entsprechend herübergezogen.

Vorgehensmodell S/4HANA Transformation

SAP S/4HANA Readniess Check

Meine Empfehlung ist mit dem S/4HANA Readiness Check zu starten. Außerdem gibt es so ein paar klassische Vorprojekte, die Unternehmen machen, bevor das S/4HANA Projekt losgeht.

Umstieg Datenbank auf HANA DB

Datenbanktechnologie. Selbstverständlich macht es Sinn, vor den Prozessen mit der IT-Infrastruktur sämtliche Datenbank-Lösungen auf eine SAP HANA Datenbank umzuziehen. Das ist als allererstes die Einführung der HANA DB, um die technische Voraussetzung zu schaffen. Durch die in memory Plattform ermöglicht dies den Entwicklern zügige Datenbankzugriffe umzusetzen.

Einführung zentraler Geschäftspartner

Es gibt einen neuen zentralen Geschäftspartner unter S/4HANA, der die Differenzierung zwischen Debitor und Kreditor auflöst. Das ist genau genommen eines der größeren Projekte.

Natürlich auch ein Thema ist die Materialnummern-Einführung, weil die sich verlängert hat und im S/4HANA mit einem anderen Zahlenwerk geführt wird.

Umstieg SAPscript & Smart Forms auf Adobe Forms

Ein wichtiges Vorprojekt, um auch das Projektrisiko zu minimieren, ist das Thema Formularumstieg. SAPscript und/oder Smart Forms auf , um dieses Projektrisiko nicht in dem S/4HANA Go-live noch mit drinnen zu haben, weil das erhebliche Probleme verursacht. Du kannst das Thema noch zusätzlich im Projekt mit angehen.

Wir sind darauf spezialisiert, dich bei dem Umstieg zu unterstützen. Melde Dich bei uns!

Wenn ich gefragt werde, was kann man vorher machen, ist meine klare Empfehlung auf jeden Fall das Thema Formularwechsel, also Technologiewechsel von SAPscript oder/und Smart Forms auf Adobe Forms durchzuführen.

Und auf jeden Fall auch das Thema Dokumentenwesen Betrachtung, sprich CV02N, CV03N, Ablage Content Repositories da noch mal kritisch zu prüfen und zu schauen, welche Daten kann ich eventuell vorher schon archivieren oder löschen, damit ich mit einem schlankeren System ins SAP S/4HANA-System umsteigen kann.

Archivierungsprojekt & SAP ILM Einführung

Zeigt einen Mülleimer, als Symbol für das Aufräumen und wegwerfen von alten Daten und Belegdaten sowie Dokumenten im Archivierungsprojekt

Da auf jeden Fall noch mal meine Empfehlung, ein Archivierungsprojekt vorher zu machen und zu entschlacken.

Empfohlene Datengröße, Datenbankgröße, sollte 1,8 bis 2 Terabyte Max betragen für das gesamte System. Einfach mit dem Hintergrund, dass es SAP S/4HANA mit der HANA DB ansonsten in Struggeln von der Performance gerät und es auch entsprechend unverhältnismäßig teurer wird ab der Größenordnung.

Ja, ich hoffe, dass hier ein paar Ansätze und ein paar Hinweise für dich dabei waren, dass du das mal anfangen konntest. Melde dich gern per Kontaktformular, wenn dir noch was fehlt, oder wir dich unterstützen dürfen.

Fazit

Die Welt im SAP S/4HANA Kosmos ist sehr groß. Jedes S/4HANA Release bringt wieder neue Funktionen und erweitert den Funktionsumfang enorm. Daher ist es gut, einen Partner an der Seite zu haben, der den Weg der S/4HANA Transformation schon einmal gegangen ist.

Meine klare Empfehlung: Kümmere dich Frühzeitig um einen Implementierungspartner und lass dir die Referenzen geben. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn du dich meldest. Einfach hier klicken.

FAQ

Hände liegen auf einem Tisch und zeigen Fragezeichen. Soll die Fragen symbolisieren, welche mir Kunden täglich stellen.

Wo bekommt man eigentlich Informationen her, wenn man auf SAP S/4HANA umsteigen will?

Zum einen kann ich auf jeden Fall die SAP-Dokumentation empfehlen, alles um SAP S/4HANA und auch die jeweilige SAP S/4HANA Version.

Je nach Version von Hana-Release, ist es auch abhängig, welche Services zur Verfügung stehen.

Speziell BTP-Services wurden erheblich ausgebaut und mehr geliefert in den neueren Versionen von SAP S/4HANA.

Man kann sich das Release relativ gut merken und es gibt eine hervorragende Übersichtsseite, wo die verschiedenen Versionen aufgelistet werden.

Welche Transaktionen gibt es künftig nicht mehr?

Was sich verändert und was im S/4HANA anders ist, ist definitiv das Thema S/4HANA-Simplification-List. Das ist eine Liste, wo die SAP aufgeführt hat, welche Transaktionen veraltet sind, sich verändern und welche Dinge sich quasi aus Usersicht im S/4HANA System anders verhalten.

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